22 Jahre Sonnenstrom aus der Fassade - Sporthalle Burgweinting
Photovoltaik, die weit mehr als nur Strom erzeugt
Im Jahr 2004 realisierte das Hochbauamt der Stadt Regensburg zusammen mit GRAMMER Solar auf der Südseite der Sporthalle Burgweinting die 120 m² große Solarfassade mit integrierter Photovoltaik..
"Die Photovoltaik-Anlage funktioniert bis heute bestens und wenn Sie sich die Bilder anschauen, ist die Fassade immer noch zeitlos schön, und bringt Stromertrag und Licht in den Innenraum", berichtet Tobias D. Ruf, der seinerzeit als verantwortlicher Architekt das Projekt betreute.
Heute freut er sich in seiner Funktion als Baudirektor bei der Stadt Regensburg über den nachhaltigen Erfolg dieses wegweisenden Projekts.
Aufgrund zahlreicher Innovationen wurde damals dieses ästhetische Aushängeschild für gelungene Integration von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Diese Fassade aus projektspezifisch gefertigten Isolierglas-Photovoltaikmodulen erzeugt nicht nur Strom, sie ermöglicht auch eine optimale blendfreie Raumausleuchtung und verhindert ein übermäßiges Aufheizen der Halle.
Multifunktionale Photovoltaik:
"Die Photovoltaik-Anlage an der Sporthalle Burgweinting ist nach wie vor in Betrieb und liefert zwischen 5.500 und 7.000 kWh Strom pro Jahr. Der Ertrag der Anlage hat sich über die Jahre nicht reduziert. Im Vergleich zu unseren auf Dächern installierten PV-Anlagen ist der Ertrag je installierter kWp bei dieser Anlage um ca. 40% niedriger, die jahreszeitlichen Schwankungen im Ertrag sind jedoch kleiner. Dafür bietet die Anlage einen Mehrwert durch ihren Verschattungseffekt, ihre wärmedämmende Wirkung sowie ihre Funktion als wetterfeste Außenhülle des Gebäudes", berichtet Udo Ziegenthaler, Abteilungsleiter Energiemanagement vom Amt für Gebäudeservice der Stadt Regensburg.


PV-Fassade nach der Installation im Jahr 2004 | Die Fassade erzeugt nicht nur Strom, sondern auch blendfreies Tageslicht
Fotos:
Bild oben: Stefan Effenhauser
Bilder unten: Foto: Stadt Regensburg / Peter Ferstl
